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Benin: bessere Böden für ein besseres Leben

© Fotos: GIZ/Klaus Wohlmann

Die meisten Menschen in Benin arbeiten in der Landwirtschaft, vorwiegend in kleinbäuerlichen Betrieben. Doch diese werfen kaum das Lebensnotwendigste ab: Fast 40 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Denn die Ackerböden des Landes verlieren zunehmend an Fruchtbarkeit. Hauptgründe für die Bodendegradierung sind falsche landwirtschaftliche Nutzung und die zunehmende Entwaldung. Dadurch ist die fruchtbare Humusschicht schutzlos der Erosion durch Wind und Wasser ausgesetzt. Der Klimawandel verstärkt diesen Prozess – die Böden versauern und laugen aus.

Zwei Drittel der Agrarfläche Benins – ein Gebiet von der Größe Sachsen-Anhalts – sind bereits betroffen. Bodendegradierung gefährdet die Ernährungssicherheit des westafrikanischen Landes und stellt es vor große Herausforderungen. Den Kleinbauernfamilien fehlen Kenntnisse zum Bodenschutz und der Zugang zu Saatgut für Pflanzen, die den Boden verbessern würden. Trotzdem steht nachhaltige Bodenbewirtschaftung nur selten auf den Lehrplänen der landwirtschaftlichen Berufsschulen.

Bodenschutz macht Schule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) möchte dies ändern. Daher schulen lokale Partnerorganisationen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Kleinbäuerinnen und -bauern darin, die Fruchtbarkeit ihrer ausgelaugten Böden zu verbessern. Das Programm richtet sich besonders an Frauen, die einen großen Teil der Feldarbeit tragen. Sie lernen zum Beispiel, die Pflanzen in Löcher zu setzen, die den Regen sammeln, um so mehr Wasser im Boden zu speichern. Oder Niebé – eine spezielle westafrikanische Bohnensorte – anzubauen, die Stickstoff im Boden bindet und so die Felder mit Nährstoffen anreichert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen nicht nur, ihr eigenes Land besser zu bewirtschaften, sondern auch, dieses Wissen weiterzugeben.

Zudem wurden zehn „Trainer of Trainers“ zum Thema Bodenschutz fortgebildet. Sie haben ihr Wissen an rund 200 Feldberater vermittelt, von denen wiederum 13.000 Bäuerinnen und Bauern aus 365 Dörfern gelernt haben, ihre Felder nachhaltiger zu bewirtschaften und gleichzeitig die Erträge zu steigern. Großen Anklang finden die Radiokampagnen und Veranstaltungen zum Thema Bodenschutz die das Thema weiter bekannt machen. Bereits ca. 18.000 Hektar (Stand Juli 2017) Boden werden dauerhaft nachhaltig bewirtschaftet.

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