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Nachhaltiger Palmölanbau in Südthailand

Günstig, ertragreich und vielseitig einsetzbar - Palmöl ist eines der wichtigsten Pflanzenöle und in zahlreichen Konsumgütern wie Lebensmitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetikprodukten, Autoreifen und Treibstoffen enthalten. Doch für die Palmöl-Plantagen werden oft Waldflächen gerodet, der konventionelle Anbau schädigt zudem Boden und Umwelt. Nachhaltig produziertes Palmöl kann diesen zerstörerischen Trend aufhalten – und bringt auch den Bauern Vorteile.

Palmöl ist ein beinahe universell genutzter Rohstoff: Die Hälfte aller Supermarktprodukte enthält das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnene Öl. Dafür werden weltweit jährlich rund 60 Millionen Tonnen Palmöl produziert, das wegen seiner Schmelzeigenschaften auch für viele bei uns beliebte Leckereien verwendet wird – etwa für Kakaoglasuren, Eiskonfekt, Cremeüberzüge, Toffees und Karamell.

Doch für den Anbau sind wir auf die Böden der feuchten Tropen in Indonesien, Malaysia und anderen Ländern angewiesen, die oft durch Abholzung und Brandrodung von Regenwäldern gewonnen werden. Laut einer Greenpeace Studie werden für Palmöl jährlich 150.000 Hektar Regenwald vernichtet. Einer Untersuchung der Brüsseler Umweltorganisation „Fern“ zufolge führte Europa im Jahr 2012 Leder, Rindfleisch, Soja und Palmöl im Wert von rund sechs Milliarden Euro ein. Für deren Produktion aber wird in den Erzeugerländern alle zwei Minuten unerlaubt Wald in einer Größe von einem Fußballfeld zerstört. Zudem werden die für die Plantagen genutzten Böden oft extrem geschädigt. Pestizide und Kunstdünger gelangen in Grundwasser und Flüsse und schädigen die heimische Tierund Pflanzenwelt. Häufig wird für die Ölpalmen der ursprüngliche Torfmoorwald vernichtet. Moore speichern große Mengen an CO2. Sie dienen als Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten und sind durch künstliche Entwässerung gefährdet. Der ausgetrocknete Torf zerfällt, oxidiert oder verbrennt dann, wodurch große Mengen des Klimagases CO2 entweichen.

Das 2013 gegründete Forum für nachhaltiges Palmöl will dem zerstörerischen Trend entgegenwirken. Bislang kommen 27 der 38 Mitglieder aus der Industrie, darunter Henkel, Unilever und REWE. Sie haben sich verpflichtet, zu 100 Prozent als nachhaltig zertifiziertes Palmöl zu verwenden. Um eine Zertifizierung zu erlangen, müssen die Produzenten mehr als 160 Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Doch noch lag der Anteil des zertifizierten Palmöls und Palmkernöls am Gesamtverbrauch Ende 2013 bei nur 28 Prozent. „Die deutschen Unternehmen müssen ihre Hausaufgaben machen“, fordert der Generalsekretär des Forums, Daniel May.

Eine entscheidende Rolle kann der Verbraucher spielen: Eine EU-Verordnung sieht seit Ende 2014 vor, dass Hersteller das Öl auf ihren Produkten extra ausweisen müssen und nicht mehr nur unter dem Begriff „Pflanzenöle“ zusammenfassen. So kann der Konsument selbst prüfen, ob Palmöl verwendet wurde – und entsprechend auf Nachhaltigkeits-Siegel achten.

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